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Januar
2001
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Internet-Ausstellung "stop deportation class" Vergleich zwischen
Lufthansa, Stadtrevue und »kein mensch ist illegal«
Eine »Unterwerfungserklärung« forderte die Deutsche Lufthansa AG Anfang
Oktober 2000 von der Kölner Stadtrevue und von »kein mensch ist illegal«.
Die Stadtillustrierte, so die ultimative Forderung des Luftfahrtkonzerns,
sollte die Plakate dieser Ausstellung unverzüglich aus dem Internet entfernen.
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Der Streitwert: 250.000 Mark. Bei »Zuwiderhandlung« drohte den Beklagten
jeweils 10.100 Mark. Die Lufthansa werde »unter Nutzung der für unsere
Mandanten typischen Farben blau/gelb, unter Verwendung des typischen Schriftzuges
und unter Einsatz und Manipulation der für unsere Mandanten typischen
Marken ... massiv öffentlich herabgesetzt und verunglimpft.«
Als »Angriff auf die Freiheit der Kunst« wertete »kein mensch ist illegal«
die Drohung des Konzerns und lancierte im Internet einen Aufruf zur Spiegelung
der inkriminierten Seite. Daraufhin gewährten NetzwerksaktivistInnen,
Politprojekte und KünstlerInnen der Ausstellung »politisches Asyl« auf
ihren Hompages. Tatsächlich war es höchst zweifelhaft, ob die Lufthansa
mit diesem Angriff auf die Freiheit der Kunst Erfolg haben würde. Der
Konzern erwirkte beim Landgericht Frankfurt/Main zwar eine einstweilige
Verfügung gegen zwei Plakate, »Lufttransaction Special« sowie »Der Alptraum
vom Fliegen«, verzichtete aber auf deren gerichtliche Durchsetzung und
bot einen außergerichtlichen Vergleich an. Den konnte »kein mensch ist
illegal« akzeptieren, schließlich war das inkriminierte Plakat, auf dem
Adolf Hitler auf einem historischen Foto aus einer Lufthansamaschine steigt,
nicht in die Wanderausstellung aufgenommen worden. Stattdessen wird in
der Schau ein Plakat zur Zwangsarbeit bei der Lufthansa während des Nationalsozialismus
gezeigt.
Die Ausstellung ist seit Mai vergangenen Jahres mit großem Erfolg auf
Tour.
There is a better way to fly: STOP DEPORTATION.CLASS!
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