"DeportationClass - gegen das Geschäft mit Abschiebungen"
Ausstellung des bundesweiten Netzwerks kein mensch ist illegal

 


Aktionswoche stop deportation-class
juni 2001

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Aktionstag
September
2000


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Erneute Turbulenzen auf der Lufthansa-Hauptversammlung (19.06.02)

Abschiebegegner protestieren gegen Geschäft mit Abschiebungen


Gegen das Geschäft mit Abschiebungen protestierten AktivistInnen von "kein mensch ist illegal" heute auf der Aktionärsversammlung der Lufthansa AG in Köln.

Vor dem Eingang zur Kölnarena begrüßten "FlugbegleiterInnen gegen Abschiebungen" die Lufthansa-Aktionäre bereits mit Sekt und Selters und informierten über den Widerstand gegen Abschiebungen in der deportation.class. "Greifen Sie ein, lassen Sie nicht zu, wenn Passagiere abgeschoben werden", lautete die Message eines Straßentheaters vor der Kölnarena. "Ich bin der Oberbürgermeister und grüße alle Kölner Abschiebegegner und die von auswärts" prangte auf einem Transparent mit der Unterschrift Fritz Schrammas. Unbekannte hatten das Transparent von der Balustrade des technischen Rathauses entrollt. Direkt vor den Eingang zur Kölnarena parkte ein "Infomobil" mit der Aufschrift: "Lufttransaction-Special - Stop Deportation-Class".

Während der Hauptversammlung sorgten mehrere Dutzend AbschiebegegnerInnen mit Sprechchören und Transparenten für Tumulte. "Abschiebungen ein Mordsgeschäft"- hieß es auf einem der Transparente. Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Jürgen Weber, musste seine Rede deshalb mehrfach unterbrechen. Das Sicherheitspersonal der Lufthansa warf die Protestierenden aus dem Saal und ging dabei mit äußerster Brutalität vor.

Kritische Aktionärinnen und Aktionäre griffen in ihren Redebeiträgen die Geschäftsleitung ebenfalls an und forderten den sofortigen Stopp von Abschiebungen.

"Solange die Lufthansa das Geschäft mit Abschiebungen nicht aufgibt, werden wir unsere Aktionen gegen das deportation-business fortsetzen", kündigte Jan Hoffmann von "kein mensch ist illegal" an. "Wir haben in den vergangenen vier Jahren mit sehr großem Erfolg die Öffentlichkeit auf die Brutalität der Abschiebungen im Flugverkehr aufmerksam gemacht mit sehr phantasievollen und vielfältigen Aktionen, auf internationalen Flughäfen im In- und Ausland, in Niederlassungen des Konzerns, in Reisebüros, auf der Hauptversammlung des Konzerns und im Internet."



Foto von www.arbeiterfotografie






Warschau 30.04.01

Internet-Ausstellung "stop deportation class"
Vergleich zwischen Lufthansa, Stadtrevue und »kein mensch ist illegal«


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Im Mai 1999 starb der sudanesische Flüchtling Mohamed Aamir Ageep an Bord einer Lufthansamaschine. Er sollte, durch BGS-Beamte begleitet, in den Sudan abgeschoben werden.
Die Beamten hatten ihn gefesselt, ihm einen Motorradhelm aufgesetzt und ihn solange auf den Sitz gedrückt, bis er erstickte. Der Tod dieses Menschen war im letzten Jahr der Auslöser für das bundesweite Netzwerk kein mensch ist illegal, eine Kampagne gegen die Abschiebungen durch die Lufthansa zu starten.

Wir wollen mit unserer Kampagne durch vielfältige Aktionen und Projekte - eins davon ist diese Ausstellung - eine breite Öffentlichkeit erreichen und auf die Verantwortung der Lufthansa aufmerksam machen. Es handelt sich dabei nicht um eine Boykottkampagne. Vielmehr werden Fluggäste und Flugpersonal zur Zivilcourage und zum Handeln gegen Abschiebungen aufgerufen. Letztendlich fordern wir, daß die Lufthansa diesen Geschäftsbereich aufgibt.
Gegen Abschiebungen, die zum Teil tödlich enden, regt sich in verschiedenen europäischen Ländern Widerstand. So gibt es in Frankreich, Belgien und den Niederlanden Protestkampagnen gegen die Luftfahrtgesellschaften Air France, Sabena und KLM. In Deutschland ist die Lufthansa verstärkt in der Kritik. Anfang März 2000 stellte kein mensch ist illegal die Kampagne "Deportation Class- gegen das Geschäft mit Abschiebungen" vor und trat mit Protesten auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, auf den Flughäfen Hamburg, Hannover und München sowie beim Ausbildungszentrum der Lufthansa bei Frankfurt an die Öffentlichkeit. Kein MENSCH IST ILLEGAL will mit vielfältigen Aktionen bei Lufthansaagenturen, Konzernniederlassungen und auf Flughäfen präsent sein und Fluggäste sowie Flugpersonal zur Zivilcourage aufrufen. Ziel der Kampagne ist es, den Konzern zur endgültigen Aufgabe des Geschäfts mit Abschiebungen zu bewegen.



Zur Entstehung der Ausstellung

Auf der Suche nach einem Plakat zur Kampagne wurden Künstlerinnen und Künstler zu einem Plakatwettbewerb aufgerufen. Es wurden fast 30 Plakate eingesandt, von denen eine Jury aus KünstlerInnen und Menschen des Netzwerks kein mensch ist illegal im Februar 2000 das beste Plakat auswählte.
Diese Plakate, von KünstlerInnen aus verschiedenen Städten und grafisch sehr unterschiedlich gestaltetet, bilden den Hauptteil der Ausstellung. Sie betonen inhaltlich verschiedenste Facetten der Abschiebung - wird einmal mehr das Geschäft mit der Abschiebung betont, steht ein anderes mal die Gefahr, die im Heimatland droht, im Mittelpunkt, so daß ein sehr eindrückliches Bild von Abschiebungen entsteht.
Neben den Plakaten bieten 5 Stelltafeln inhaltliche Hintergründe zum Thema Abschiebung. Hier gibt es auch Informationen für die Besucher und Besucherinnen der Ausstellung, wie sie sich im Falle einer Abschiebung am Flughafen und im Flugzeug verhalten können.



Informationen zur Buchung der Ausstellung
:

Die Ausstellung umfasst 11 Tafeln, davon 9 in A1 und 2 in A0. Darin enthalten sind 5 Texttafeln. Das Ausstellungssystem ist so konzipiert, daß die Plakate in Trägerrahmen sind. Diese Trägerrahmen sind miteinander verbunden. Sie stehen im Raum und müssen von beiden Seiten begehbar sein. Durch direkte Sonneneinwirkung verlieren die Drucke ihre Farbe, deshalb darf die Ausstellung nur in geschlossenen Räumen gezeigt werden. Die Leihgebühr beträgt mindestens 250.-DM. Auf weitere Spenden sind wir angewiesen.


Bankverbindung: Allerweltshaus
Stichwort: kein mensch ist illegal / Ausstellung
Bank für Sozialwirtschaft; Kto. 707 44 00; BLZ 370 205 00
Für eventuelle Schäden muß die Gruppe aufkommen, die die Ausstellung geliehen hat.

Anfragen:
e-mail: kmii-koeln@gmx.net

Folgende Termine sind schon vergeben:

22.06. - 05.07.2000 Bochum - Bahnhof Langendreer
26.08. - 11.09.2000 Marburg -
02.10. - 05.10.2000 München -
19.10. - 11.11.2000 Wien - Kunsthalle Exnergasse
13.11. - 17.11.2000 Köln - Filmhaus
20.11. - 15.12.2000 Münster - ESG
16.12.2000 - 04.01.2001 München - Freitagscafé, Infoladen
06.01. - 29.01.2001 Trier - Multikulturelles Zentrum
01.02. - 15.02.2001 Bremen
17.02. - 03.03.2001 Ludwigsburg
05.03. - 19.03.2001 Amsterdam
07.04. - 23.04.2001 Passau
23.04. - 07.05.2001 Halle
09.05. - 19.05.2001 Wuppertal
21.05. - 04.06.2001 Mannheim
06.06. - 20.06.2001 Köln - Filmhaus
22.06. - 22.07.2001 Hamburg
24.07. - 07.08.2001 Grenzcamp Flughafen Frankfurt
23.08. - 06.09.2001 Warpe
24.09. - 01.10.2001 Oberhausen Druckluft
08.10. - 01.11.2001 Göttingen
03.11. - 16.11.2001 Leipzig

 

Texttafel 1 DeportationClass
Texttafel 2 Zeigen Sie Zivilcourage, greifen Sie ein!
Texttafel 3 Internationale Allianzen gegen Fluggesellschaften
Texttafel 4 Kranich unterm Hakenkreuz
Texttafel 5 Abschiebung um jeden Preis