Pressespiegel
"Illegal" - Gesundheitsversorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus
Es ist eine Tatsache, dass in einer Millionenstadt wie Berlin viele Menschen leben,
die keinen legalen Aufenthaltsstatus haben.
Die Änderung des Asylrechts 1993 hat wesentlich zur Verschärfung dieses Problems beigetragen.
Wenn illegal hier lebende Menschen krank werden, kommt dies einer privaten Katastrophe gleich.
Solange sie Geld haben, ist ihre medizinische Versorgung in der Regel irgendwie sicherzustellen.
Schwierig wird es, wenn die Betroffenen mittellos sind.
Bei leichteren Fällen mag die Behandlung am Küchentisch eines medizinkundigen Landsmanns noch ein Weg sein.
Sonst müssen sie Ärzte finden, die sie kostenlos behandeln.
Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe versucht seit 1995 das Unmögliche möglich zu machen.
Jessica Groß
in:
"Ärztekammer Berlin/Februarheft 2002"
...weiter
Am Beispiel Hannover: Praktische Erfahrungen mit der medizinischen Flüchtungshilfe
Eine Bitte der Flüchtlingshilfsorganisation "Kein Mensch ist illegal" erfüllte die Kammerversammlung
der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) im November 1997 mit einer Resolution,
die niedersächsische Ärztinnen und Ärzte aufforderte, allen illegal in der Bundesrepublik lebenden und
daher nicht krankenversicherten Personen (z. B. abgelehnten Asylbewerbern)
unentgeltlich und anonym medizinische Hilfe zu gewähren.
Die dazu bereiten Kolleginnen und Kollegen wurden bei der ÄKN registriert und
auf Nachfrage der Flüchtlingshilfsorganisationen regional benannt.
Dr. med. Cornelia Goesmann in:
"Ärzteblatt/Juni 1999"
...weiter
»Und dann fängt man ganz von vorne an« Illegale in Köln
Statistisch gibt es sie eigentlich gar nicht, faktisch leben sie aber hier: die Illegalen.
Den Menschen ohne Papiere werden viele Rechte vorenthalten,
unter anderem der Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem.
Yvonne Greiner in:
"StadtRevue/Köln Magazin/Februar 2002"
...weiter