Medizinische Flüchtlingshilfe

  Kölner Büro  

Seit der Einführung des Asylbewerberleistungsgesetzes 1993 und späteren Modifikationen wird ein erheblicher Teil der in Deutschland lebenden Flüchtlinge bzw. MigrantInnen von der gesundheitlichen Regelversorgung ausgeschlossen. Zudem hat die faktische Abschaffung des Asylrechtes zur Folge, daß die Zahl von Flüchtlingen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus wächst. Mit dem geplanten Gesetz von Bundesinnenminister Schily zur Zuwanderung steht zu befürchten, dass sich die Problematik verschärft. Vor allem durch die Abschaffung der Duldung droht weiteren Flüchtlingen die Illegalität und die völlige Rechtlosigkeit.

Zur Vermittlung und Koordination kostenloser medizinischer Versorgung von Flüchtlingen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, haben sich in verschiedenen Städten Büros gegründet. Dort werden hilfesuchende Flüchtlinge an Ärztinnen und Ärzte vermittelt, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt haben. In einem kurzen Gespräch wird geklärt, worum es geht, um dann mit einer entsprechenden Arztpraxis einen Termin zu vereinbaren. Die Vermittlung und Behandlung findet anonym statt.

Forderungen
Das Gesundheitswesen muss für alle offen sein. Im Gesundheitsbereich darf niemand aufgrund von Nationalität oder Aufenthaltsstatus benachteiligt werden!