Medizinische Flüchtlingshilfe

  Kölner Büro  

Stellungnahmen

Bundesärztekammer

Die Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern) ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung; sie vertritt die berufspolitischen Interessen der Ärzte und Ärztinnen der Bundesrepublik Deutschland. Als Arbeitsgemeinschaft der 17 deutschen Ärztekammern möchte die Bundesärztekammer (BÄK) aktiv am gesundheitspolitschen Meinungsbildungsprozeß der Gesellschaft mitwirken und Perspektiven für eine bürgenahe und verantwortungsbewußte Gesundheits- und Sozialpolitik entwickeln. Auf dem 102. Deutschen Ärztetag 1999 in Hamburg wurde von der Bundesärztekammer ein Entschließungsantrag zur Abschiebepraxis der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet, der jede Form der Abschiebehilfe durch Ärzte ablehnt und mit den Grundsätzen ärztlicher Ethik nicht vereinbar hält.
...weiter

Der Weltärztebund

Der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) ist ein Zusammenschluss von 72 nationalen Ärzteorganisationen, die sich weltweit für die bestmögliche medizinische Versorgung von Menschen, unegachtet ihrer politischen Überzeugung, Rasse, ihres Glaubens und ihrer sozialen Stellung, einsetzen. Die Bundesärztekammer der deutschen Ärzteschaft ist seit 1951 Mitglied des Weltärztebundes. Erklärungen und Deklarationen des Weltärztebundes umfassen ethische und soziale Themen des ärztlichen Berufsfeldes. Die 50. Generalversammlung des Weltärztebundes in Ottawa, 1998, verfaßte eine Resolution zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen.
...weiter

Berufsethische Standards von Ärzten versus gesetzlich verankerte Diskriminierungen

Vortrag Dr. Eberhard Vorbrodt, Arzt, auf der Fachtagung "Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus im Krankenhaus, 25. März 1999, Hamburg Herr Dr. Vorbrodt berichtet über die Diskrepanz zwischen den vom Weltärztebund festgelegten Grundsätzen ärztlicher Ethik und den tatsächlichen, durch politsche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bestimmten, berufsethischen Vorstellungen eines Landes.
...weiter

Die Rolle der ÄrztInnen in der Abschiebepraxis

Die Aufgabe des Arztes/der Ärztin ist es, Leben zu erhalten, Gesundheit wieder herzustellen sowie Leiden zu lindern. Dieser ärztliche Grundsatz wird durch die Abschiebepraxis der Bundesrepublik Deutschland immer wieder untergraben. Anhand einiger Beispiel wird im folgenden gezeigt, wie ÄrztInnen sich zu Abschiebegehilfen des Staates machen und gegen die Grundsätze medizinisch-ethischen Verhaltens verstoßen.
...weiter