Eltern und Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Dellbrücker Hauptstraße laden die Presse zu einem Besuch bei Frau Dahmen, der Leiterin der Kölner Ausländerbehörde, ein. Sie erwarten, dass Frau Dahmen ihnen erklärt, wo ihre Freunde Sunica (10) und Jovica (6) geblieben sind!
am Freitag, dem 8.7.2005 um 10 Uhr
Kalk Karree, Ottmar-Pohl-Platz / Kalk, Foyer
07.07.2005
Wo sind die Kinder Sunica (10) und Jovica (6) ?

Am 14.6. 2005 morgens blieben die Plätze von Sunica und Jovica in der Schule leer. Auch am folgenden Morgen kamen sie nicht. Die MitschülerInnen und LehrerInnen machten sich Sorgen, weil die Beiden noch nie unentschuldigt gefehlt hatten, auch zu Hause waren sie nicht anzutreffen.
Recherchen der Eltern ergaben, dass die Familie ohne Vorankündigung am 14.6. frühmorgens um 6 Uhr aus dem Betten geholt worden waren, um sie nach Serbien abzuschieben. Die Familie wollte am selben Tag zur Ausländerbehörde, um ihre Duldung zu verlängern.
Auf Anraten ihres Anwaltes stellten sie als letztes rechtliches Mittel einen Asylantrag, um die unmittelbar bevorstehende Abschiebung zu verhindern. Die Familie wurde dann im Rahmen des Umverteilungsverfahrens für Asylbewerber von Beamten der Stadt Köln nach Karlsruhe gebracht, wo sie noch heute sind und auf die Ablehnung ihres Asylantrags und auf die unmittelbar folgende Abschiebung wartet.

Die Familie war im Jahr 2000 aus dem Grenzgebiet zum Serbien/Kosovo geflüchtet, weil die Angriffe und Anschläge der dort vom Kosovo aus operierenden UCK immer bedrohlicher wurde. Bereits 1999 waren sie Bombardemants der Natoflieger ausgesetzt.
Sie wollten jetzt nicht auch noch dasselbe Schicksal wie ihre Verwandten jenseits der Grenze im Kosovo erleiden, die in brutalen Pogromen zu Tausenden verfolgt und vertrieben wurden.
Die Familie lebt seit 5 Jahren in Köln, der jüngste Sohn (3) wurde hier geboren.
Der Vater Herr Selistarevic befindet sich seit Jahren in psychologischer Behandlung. Er leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung, die nach Aussagen des behandelnden Arztes, Folge seiner Kriegserlebnisse ist.
Die Familie ist ein Musterbeispiel an Integrationsbereitschaft: Die älteren Kinder besuchen regelmäßig und mit großem Erfolg die Schule. Sie sind sehr beliebt haben viele Freundinnen und Freunde. Sie sprechen perfekt Deutsch und nehmen an der “sozialen Gruppenarbeit für Romakinder” der Stadt Köln teil. Dort sind sie für viele andere Romakinder ein Vorbild. Die Familie ist nie in irgendeiner Weise negativ aufgefallen. Sie ist mit deutschen Nachbarn befreundet. Deswegen setzen sich MitschülerInnen, LehrerInnen und Eltern jetzt auch massiv für sie ein.
Es gibt bereits eine große Unterschriftensammlung für die Familie sowie Wand-Zeitungen, die über das Schicksal der Familie informieren.
Am 14.6. 2005 morgens blieben die Plätze von Sunica und Jovica in der Schule leer. Auch am folgenden Morgen kamen sie nicht. Die MitschülerInnen und LehrerInnen machten sich Sorgen, weil die Beiden noch nie unentschuldigt gefehlt hatten, auch zu Hause waren sie nicht anzutreffen.
Recherchen der Eltern ergaben, dass die Familie ohne Vorankündigung am 14.6. frühmorgens um 6 Uhr aus dem Betten geholt worden waren, um sie nach Serbien abzuschieben. Die Familie wollte am selben Tag zur Ausländerbehörde, um ihre Duldung zu verlängern.
Auf Anraten ihres Anwaltes stellten sie als letztes rechtliches Mittel einen Asylantrag, um die unmittelbar bevorstehende Abschiebung zu verhindern. Die Familie wurde dann im Rahmen des Umverteilungsverfahrens für Asylbewerber von Beamten der Stadt Köln nach Karlsruhe gebracht, wo sie noch heute sind und auf die Ablehnung ihres Asylantrags und auf die unmittelbar folgende Abschiebung wartet.
Die Familie war im Jahr 2000 aus dem Grenzgebiet zum Serbien/Kosovo geflüchtet, weil die Angriffe und Anschläge der dort vom Kosovo aus operierenden UCK immer bedrohlicher wurde. Bereits 1999 waren sie Bombardemants der Natoflieger ausgesetzt.
Sie wollten jetzt nicht auch noch dasselbe Schicksal wie ihre Verwandten jenseits der Grenze im Kosovo erleiden, die in brutalen Pogromen zu Tausenden verfolgt und vertrieben wurden.
Die Familie lebt seit 5 Jahren in Köln, der jüngste Sohn (3) wurde hier geboren.
Der Vater Herr Selistarevic befindet sich seit Jahren in psychologischer Behandlung. Er leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung, die nach Aussagen des behandelnden Arztes, Folge seiner Kriegserlebnisse ist.
Die Familie ist ein Musterbeispiel an Integrationsbereitschaft: Die älteren Kinder besuchen regelmäßig und mit großem Erfolg die Schule. Sie sind sehr beliebt haben viele Freundinnen und Freunde. Sie sprechen perfekt Deutsch und nehmen an der “sozialen Gruppenarbeit für Romakinder” der Stadt Köln teil. Dort sind sie für viele andere Romakinder ein Vorbild. Die Familie ist nie in irgendeiner Weise negativ aufgefallen. Sie ist mit deutschen Nachbarn befreundet. Deswegen setzen sich MitschülerInnen, LehrerInnen und Eltern jetzt auch massiv für sie ein.
Es gibt bereits eine große Unterschriftensammlung für die Familie sowie Wand-Zeitungen, die über das Schicksal der Familie informieren.
Lehrer, Eltern und MitschülerInnen sind entsetzt über das rabiate Vorgehen der Kölner Ausländerbehörde gegen die Familie. Sie erwarten, dass die Familie umgehend wieder nach Köln zurückkehren kann und hier endlich Bleiberecht erhält.
Weitere Nachfragen: Rom e.V. 0221 / 242536
Iris Biesewinkel 0177 / 5294119