Heiligendamm in Köln

Aktionen gegen den G8 in Köln

Pfingstsamstag, 26. Mai 2007
Europäische Märsche gegen Armut und Existenzunsicherheit in Köln
15 Uhr Kundgebung Roncalliplatz
Wortbeiträge und Musik. Es sprechen:
Boris Lohheide, Attac; Piet van der Lende, Euromarsch Niederlande;
Kölner Erwerbslose in Aktion; kein Mensch ist illegal;Montagsdemos
und Wilfried Schmickler kommt!

ab Donnerstag 7.- 10. Juni 2007
Plakatausstellung:
»Leben in der Illegalität«

St. Mauritius, Mauritiuskirchplatz (Nähe Neumarkt)
Präsentation des bundesweiten Wettbewerbs
Do + Fr 10 – 20 Uhr, Sa + So 10 – 17 Uhr

Donnerstag 7. Juni 2007
Bonzenparade und Demo
Globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle überall!
16.30 Uhr Rudolfplatz
18.30 Domplatte
Abschlusskundgebung

Grenzen auf! Gleiche Rechte überall!
Die G8 und die genannten Herrschenden sind nicht nur für die Zerstörungen im Süden verantwortlich. Die militarisierten Grenzen zwischen Mexiko und den USA oder Afrika und Europa führen zu Tausenden einkalkulierter Todesfälle. Sogenannte Entwicklungshilfe und finanzielle Unterstützung verschuldeter und damit erpressbarer Regierungen werden daran geknüpft, dass sie sogenannten Rückübernahmeabkommen zustimmen und die Migrationskontrolle bereits in den Transit- und sogar Herkunftsländern übernehmen. Die Vorverlagerung von Lagern sowie Razzien und Abschiebungen werden zunehmend zu Schlüsselelementen eines globalisierten Migrationsregimes.
Parallel zur Auslese durch tödliche Grenzen werden jedes Jahr zehntausende Menschen allein aus Europa abgeschoben. Zahllose MigrantInnen und Flüchtlinge müssen sich als Illegalisierte durchschlagen oder sind völlig rechtlos in Lagern einer rassistischen Verwaltung ausgeliefert, die vor allem auf Abschreckung abzielt. Die Herrschenden sprechen nicht zufällig von „Migrationsmanagement“, wenn sie diese Formen der Ausgrenzung mit der Rekrutierung billiger Arbeitskräfte kombinieren: Aufenthaltsrechte werden an den Arbeitsplatz gekoppelt, Illegalisierung und Abschiebung von MigrantInnen dienen als Mittel der Erpressung. Dieser Prozess erfolgt nicht zuletzt entlang der Bedürfnisse der nördlichen Arbeitsmärkte.

Im Rahmen der Aktionswoche gegen den G8-Gipfel ist am 4.Juni ein Aktionstag, der sich mit den Ursachen und den Folgen weltweiter Migration beschäftigt.
In Köln finden gleichzeitig verschiedene Veranstaltungen dazu statt, mit dem Ziel, die gemeinsame Plattform gegen rassistsische und gesellschaftliche Ausgrenzung zu verbreitern.

Denn Schwitzbuden und Baustellen, Landwirtschaft und Haushalte sind auf billige, flexible und vor allem fügsame ArbeitsmigrantInnen angewiesen. Nicht nur Flüchtlinge und MigrantInnen sind von der Verweigerung von Rechten betroffen, sondern auch ihre Kinder und Enkel. Sei es in Deutschland, Frankreich oder in den USA, überall ist sogar die zweite und dritte Generation von systematischer Diskriminierung betroffen: auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, im Bildungssystem oder beim Wahlrecht.
Und im kapitalistischen Interesse, Niedriglohnjobs überallhin auszuweiten, konkurrieren MigrantInnen und Wanderarbeiter mit den jeweiligen ansässigen Einwohnern.

Wir bestreiten nicht die Unterschiede in den Realitäten und Kämpfen in den jeweiligen Regionen, Ländern und Kontinenten… aber wir sind überzeugt von der Notwendigkeit, diese Differenzen zu überbrücken und zu kommunizieren – indem wir auch diese Grenzen überschreiten und nicht zuletzt die Mauern in den Köpfen überwinden.
Wir suchen die Verbindung zu anderen sozialen Bewegungen, zu progressiven Kräften in Gewerkschaften und anderen Institutionen, die sich gemeinsam mit uns gegen soziale und politische Ungleichheit und Entrechtung einsetzen. Auch deswegen beteiligen wir uns an den Aktionen gegen den G8-Gipfel.
Wir zielen auf einen Prozess des „Gemeinsam-Werdens“, indem wir gegen das gleiche Apartheid- und Migrationsregime und für globale soziale Rechte kämpfen.

UnterstützerInnen:
kein mensch ist illegal Köln, Özgürlük ve Dayanisma Almanya – Freiheit und Solidarität Deutschland, iranische Frauengruppe Köln, Kölner Appell gegen Rassismus, Rom e.V. , Tafunga e.V. – Forum für interkulturelle Begegnung und entwicklungspolitische Bildungsarbeit, u.a.

www.euromarches.org

 

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