Alle Geflüchteten, die an Europas Außengrenzen sterben, werden ermordet!

Während Deutschland mit viel Medienrummel die Staatstrauer für 150 bei einem Flugzeugunglück gestorbene Menschen begeht, bleibt es weitestgehend ignoriert, dass letzte Woche bei zwei Schiffsunglücken über 1000 Menschen auf der Flucht nach Europa ertrunken sind.
Auf der einen Seite des Meeres werden immer mehr Menschen durch die ökonomische, ökologische und kriegerische Zerstörung zur Flucht gezwungen, gleichzeitig wird auf der anderen Seite Europas Außengrenze durch Maßnahmen wie flächendeckende Radar- und Satellitenüberwachung, meterhohe Zäuhne, Kriegsschiffe und hochgerüstete Bullen immer undurchlässiger gemacht.
Die unzähligen Toten auf dem Grund des Mittelmeeres sind die ungewollten Zeugen der Verbrechen der europäischen Staaten. Jene, die es trotz alledem nach Europa geschafft haben, erwartet die menschenverachtende Inhaftierung in Lagern, die rassistische Gewalt und die ständige Bedrohung der Abschiebung, die nochmals viele in den Selbstmord treiben.

Wir wollen gemeinsam am 22.April um 17.30 Uhr auf der Domplatte den Verstorbenen gedenken und unsere Wut über diese Zustände auf die Straße tragen. Bringt Transparente, Schilder, Kerzen, und was euch einfällt mit, um eurer Trauer Ausdruck zu verleihen.